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Hausbau finanzieren

Hierzulande möchten sich viele Menschen den Traum von einem eigenen Haus erfüllen. Die wichtigsten Aktuere vom WildsauSeo und die wenigsten Privatpersonen jedoch haben genügend Geld gespart, um einen Hausbau bar zu bezahlen. Eine der wichtigsten Entscheidungen, die getroffen werden muss, ist die Baufinanzierung. Ein solides Finanzkonzept ist zwingend erforderlich, damit der Traum vom Eigenheim nicht wie eine Seifenblase zerplatzt. Der folgende Beitrag informiert darüber, was bei der Finanzierung des Hausbaus unbedingt beachtet werden muss.

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Hausbau erfolgreich in vier Schritten finanzieren

1. Finanziellen Überblick verschaffen

Zuerst muss überlegt werden, wie viel Geld für die monatlichen Raten verfügbar ist, ohne dass der bisherige Lebensstil drastisch eingeschränkt werden muss. Worauf es hierbei ankommt, ist eine realistische Beurteilung über das Einkommen und die Ausgaben. Nur dann ist es möglich, realistisch einzuschätzen, welche Ratenhöhen zur Tilgung möglich sind. Wird in diesem Punkt zu knapp kalkuliert, können schlimmstenfalls die monatlichen Raten nicht mehr gezahlt werden.
Wichtige Faktoren zur Berechnung sind Lebenshaltungskosten, feste Ausgaben und die Einkünfte. Dabei zählt das Nettogesamteinkommen in der Familie. Sich einen Überblick über die finanzielle Situation zu verschaffen, lohnt sich meist doppelt, da sich häufig Einsparungsmöglichkeiten finden lassen. Zum Gesamteinkommen einer Familie werden gerechnet:

– Zinsen für Geldanlagen
– Kindergeld
– Einnahmen aus Verpachtung oder Vermietung
– Nettogehalt des Hauptverdieners

Nebeneinkünfte sollten maximal nur zu 50 % gerechnet werden. Bei zusätzlichen Einkünften aus Zinsen oder Vermietung/Verpachtung muss ausgerechnet werden, welcher Betrag nach Abzug des eingesetzten Eigenkapitals unterm Strich übrig ist.

Bei den monatlichen Ausgaben darf die Berechnung dagegen ohne Weiteres etwas großzügiger erfolgen.

2. Eigenkapital ansparen

Angespartes Eigenkapital ist ein wichtiger Baustein bei der Finanzierung des Eigenheims. Verbraucherschützer und Finanzierungsexperten sprechen die Empfehlung aus, dass mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten mit Eigenkapital finanziert werden sollten. Allerdings werden in der heutigen Zeit auch Vollfinanzierungen für den Hausbau ohne Eigenkapital angeboten. Kreditinstitute verlangen vor der Auszahlung eines Darlehens zur Hausfinanzierung die Vorlage von einem Eigenkapital-Nachweis.

3. Maximale Finanzierungshöhe berechnen

Wie viel der Hausbau insgesamt kosten darf, lässt sich durch Ermitteln der maximalen Finanzierbarkeit exakt ermitteln. Die Gesamtsumme ergibt sich aus der maximalen Höhe der bewilligten Darlehenssumme und der Höhe des verfügbaren Eigenkapitals. Die Formel zur Berechnung lautet:

Finanzielle Belastbarkeit x 100 x 12 Monate / Tilgung (%) + Zinssatz (%).= maximale Darlehenshöhe.

Das verfügbare Eigenkapital darf zur Darlehenssumme dazu addiert werden. Von der Gesamtsumme müssen die Baunebenkosten abgezogen werden. Bei dem Betrag, der jetzt noch übrig ist, handelt es sich um den Betrag, der für den Hausbau ausgegeben werden darf.

4. Baukosten immer im Überblick und im Griff behalten

Eine Lösung von der Stange gibt es bei der Finanzierung vom Hausbau nicht, da die finanzielle Situation von jedem Bauherrn anders ist. Ein wichtiger Faktor ist des Weiteren die persönliche Risikobereitschaft. Was tatsächlich zählt, ist, dass sich der Bauherr mit der gewählten Baufinanzierung über Jahrzehnte wohlfühlt.

Nähere Informationen rund um das Thema Finanzierungsmöglichkeiten, finden sie auch hier.

Budgetplanung Hausbau

Bei der Budgetplanung des Hausbaus geht es darum, eine realistische Einschätzung der möglichen Ausgaben und wichtigen Kostenpunkte zu erhalten. Jedes Haus ist anders und die Ausstattung kann stark variieren, weswegen wir hier zur Veranschaulichung mit einem Beispiel arbeiten. Es soll als solide Grundlage für Ihre Kalkulation dienen – im konkreten Einzelfall sind natürlich Abweichungen möglich.

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Betrachten wir zunächst als Beispielrechnung die reinen Kosten des Hausbaus, bevor wir auf die weiteren Kostenpunkte eingehen (Beispiel einfaches Einfamilienhaus: 100m² Grundfläche, ein Stockwerk plus ein nutzbares Dachgeschoss).

Erdarbeiten: Für die Bodenplatte sind im Schnitt rund 12.000 Euro pro 100m² Bodenfläche einzuplanen.
Rohbau: Der Rohbau kann pro 100m² mit im Schnitt 25.000 Euro angesetzt werden.
Innenverputzung: In unserem Fall ist mit 15.000 Euro zu rechnen.
Zwischendecken zwischen den Stockwerken: Pro 100m² Bodenfläche werden hier ca. 10.000 Euro fällig – pro Stockwerk, welches obendrauf kommen soll.
Fassade: Weitere 10.000 Euro sind hier fällig.
Dachstuhl und Dachdämmung: 30.000 Euro kann man hier einplanen.
Fenster: Rund 10.000 Euro sind realistisch.

Wir haben also für den reinen Hausbau bisher 112.000 Euro veranschlagt. Das Gebäude ist jetzt in einem Zustand, dass es gegen äußere Witterungseinflüsse weitestgehend geschützt ist – aber bewohnbar ist es noch nicht.

Hierfür müssen wir noch einplanen:
Heizung mit Heizkörpern: 25.000 Euro
Elektrik: 8.000 Euro
Bad und WC: 9.000 Euro
Türen: 3.000 Euro
Küchen- und Badfliesen: 6.000 Euro
Treppe: 4.000 Euro
Boden- und Wandbeläge: 2.000 Euro

Dies ergibt einen Gesamtbetrag von rund 169.000 Euro. Das kleine Haus wäre damit bewohnbar, sofern die entsprechenden Möbel und Küchengeräte vorhanden wären.

Die meisten „Häuslebauer“ haben die bisher genannten Kosten sehr gut auf dem Schirm, was die Budgetplanung angeht. Hier kann auch viel durch Eigenleistung oder Preisvergleiche eingespart werden. Doch oft sind es die folgenden indirekten Kosten, welche das Budget – für viele oft überraschend – aufblähen.

Planung, Bauleitung, Notar und Statik

Man darf ein Haus nicht „einfach so“ bauen. Um den gesetzlichen und gemeinderechtlichen Anforderungen zu genügen, muss ein Architekt oder eine Baufirma (mitsamt Personal im Hintergrund) das Ganze planen und überwachen. Für unser Beispiel wären damit 30.000 Euro an Zusatzkosten realistisch.

Grundstückkosten

Muss das Grundstück noch gekauft werden, können wir hier mit 300m² Grundfläche rechnen. Der fällige Preis hierfür kann von 9.000 Euro (30 Euro pro m²) bis hin zu 208.200 Euro (694 Euro pro m²) in sehr gefragten Ballungszentren reichen. Man kann also durch die Wahl der Lage die Hauskosten deutlich verändern. In unserem Beispiel gehen wir von 170 Euro pro m² aus, also 51.000 Euro.

Erschließungskosten

Das Haus sollte natürlich auch Zugang zur Kanalisation haben: Rund 5.000 Euro sind hier fällig.

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Fazit

Unser Beispielhaus würde 255.000 Euro kosten. Rechnen wir zusätzlich 10% für unerwartete Kostensteigerungen ein, benötigen wir ein Budget von 280.500 Euro. Als letzten Punkt – gerne vergessen – können wir zusätzlich 20.000 Euro für die Hauseinrichtung (Küche, rudimentäres Wohnzimmer, Schlafzimmer etc.) veranschlagen; man möchte ja schließlich nicht in einem Rohbau wohnen.

Unsere Budgetplanung ergibt damit insgesamt einen Wert von 300.500 Euro.

Vorteile eines Neubaus

Ein Hauskauf stellt für die meisten die größte finanzielle Investition ihres Lebens dar. Sie überlegen sich, ob der Kauf eines fertigen Hauses nicht die einfachere und kostengünstigere Variante für den Immobilienbesitz darstellt. Aber sowohl die Renovierung als auch der Hauskauf selbst bergen zahlreiche Risiken und können finanziell die teurere Alterative sein.

Bei Häusern, die lange nicht renoviert wurden, spricht man von einem Renovierungsstau. Schäden an der Fassade oder am Dach, die jahrelang nicht repariert wurden, verursachen sehr hohe Kosten. Besonders ärgerlich ist beim Hauskauf der sogenannte unerkannte Renovierungsstau: Zahlreiche Reparaturen müssen plötzlich und auf einen Schlag erledigt werden – und das kann schnell sehr teuer werden. Auch bei der Renovierung eines alten Hauses muss bereits die Bausubstanz berücksichtigt werden, die oft viel schlechter ist als bei modernen Häusern. Sanitäre Anlagen und die Elektrik müssen auf den neuesten Stand gebracht werden, Wärmedämmung und Schallschutz sind weitere Schlagworte, die die Renovierung sehr kostenaufwendig machen können.

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Individuelle Wünsche

Ein Neubau hingegen kann maßgeschneidert, fachmännisch und ganz nach Ihren individuellen Wünschen gestaltet werden. Auch wenn Sie keinen Jacuzzi auf dem Dach anlegen wollen: Vielleicht sind Sie begeisterter Hobbykoch und wünschen sich eine große Küche, moderne Haustechnik oder ein altersgerechtes Badezimmer? Planen Sie eine eigene Familie oder sollen vielleicht mehrere Generationen unter einem Dach leben? All diese Wünsche und Pläne können Sie bei einem Neubau einbringen. Ob Grundriss oder Außenanlagen – Sie sprechen überall mit. Zudem arbeiten Sie – oder der Architekt – bei einem Neubau mit den Handwerkern zusammen. Baumängel oder Baupfusch sind sehr viel unwahrscheinlicher. Schließlich achten Sie auf eine sachgerechte und preiswerte (nicht billige!) Ausführung und nicht auf eine möglichst schnelle Baufertigstellung.

Moderne Standards

Ein Neubau entspricht modernen Standards, insbesondere in Bezug auf Energieeinsparung, Wärmedämmung und Stromversorgung (Stichwort Solarenergie). Viele alte Baustoffe gelten mittlerweile als gesundheitsschädlich, bei einem Neubau kommen modernste Materialien zum Einsatz: Feuerfeste Baustoffe sorgen für Sicherheit, umweltfreundliche Wärmedämmmaterialien oder lösungsfreie Wandfarben bedeuten ein angenehmes Wohn- und Raumklima. Eine nachhaltige Bauweise sorgt für das Wohlbefinden der Bewohner und sichert dauerhaft den Werterhalt des Hauses.

Die Kostenkontrolle

Für einen Neubau gibt es zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten wie Baukindergeld oder Zuschüsse zum energieeffizienten Bauen. Natürlich bleibt ein Neubau teuer, es gibt dennoch viele Möglichkeiten, sinnvoll Geld einzusparen: Das fängt bei der Grundstückssuche an: Baulücken oder ungewöhnlich geschnittene Grundstücke sind deutlich erschwinglicher. Intelligente und kostengünstige Lösungen (zum Beispiel für das teure Bad) machen auch einen Neubau bezahlbar. Und schließlich: Die Umsetzung von Sonderwünschen sollte diszipliniert im Rahmen des Budgets erfolgen. Auch die Baunebenkosten spielen bei der Kostenkontrolle eine wichtige Rolle.

So gelingt eine stressfreie Bauphase

Der Hausbau – eine Herausforderung für Bauherren

Wer ein Haus bauen möchte, muss viele Entscheidungen bezüglich der Bauphase treffen.
Die Suche nach einem geeigneten Grundstück, die passende Raumaufteilung oder eine sichere Baufinanzierung sind einige Faktoren, welche für Bauherren oftmals eine Herausforderung darstellen und diese folglich in Stress geraten lassen. Mithilfe einiger Ratschläge lässt sich das Bauen eines Grundstückes leichter bewältigen.

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Die drei Phasen – von der Planung bis zur Einrichtung des Hauses

Einen strukturierten Hausbau kann man in drei Phasen gliedern.

In der ersten Phase beschäftigen sich die Bauherren mit der Planung des Hauses. Sie gehen auf Grundstückssuche, wobei die Lage und Ausrichtung des Objekts zu beachten sind. Bei der Hausplanung werden Einzelheiten bezüglich der Raumaufteilung, der Haustechnik, des Daches und des Einbaus von Schmuckelementen geregelt. Wer sich zusätzlich für den Bau eines Kellers und einer Dachterrasse entscheidet oder weitere Sonderwünsche besitzt, muss dies individuell mit dem Bauunternehmen oder dem Architekten absprechen.
Vorab legen die Bauherren fest, welches Budget ihnen für den Hausbau zur Verfügung steht.
Die Baufinanzierung lässt sich optimal mit professionellen Beratern planen. Je nach Eigenkapital kann auf Kredite von Bausparkassen oder Banken und auf Fördergelder von Eigenheimförderungsprogrammen der jeweiligen Bundesländer zurückgegriffen werden. Bei der Baufinanzierung ist es wichtig, neben den Hauptkosten für den Hausbau ebenfalls mögliche aufkommende Nebenkosten wie Notar- und Maklerkosten zu berücksichtigen.

Allerdings können die Baukosten auch durch eine Eigenleistung reduziert werden, indem der Bauherr bestimmte Aufgaben wie den Innenbau selbst übernimmt.
Wenn alle Details geklärt worden sind, kann nach dem Abschließen des Bauvertrags die zweite Phase beginnen.
Mit der Bauphase beschäftigt sich in erster Linie der Architekt oder der Bauunternehmer, welcher alle Vorgänge auf der Baustelle einleitet. Beispielsweise organisiert er die Aufstellung eines Bauzauns, eine Baustellenauffahrt oder die Bereitstellung von Baustrom.

Der Bauherr sollte die Baustelle regelmäßig besuchen, um sich über den Verlauf des Hausbaus zu informieren und mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig abwenden zu können. Einen externen Sachverständiger hinzuzuziehen, um die korrekte Durchführung der Aufgaben zu beurteilen, kann ebenfalls hilfreich sein.
In der dritten und letzten Phase schließt das Bauunternehmen seinen Auftrag ab, dieser Vorgang wird als Bauabnahme bezeichnet . Der Bauherr muss überprüfen, ob alle Vereinbarungen umgesetzt worden sind. Wenn dies der Fall ist, kann er sein Grundstück nach Belieben einrichten und beispielsweise Außenanlagen oder Garagen hinzufügen.

Den Überblick behalten

Für Bauherren ist es von großer Relevanz, mit Struktur und Ordnung an ihre Bauprojekte heranzugehen.
Durch sorgfältig erstellte Kalkulationen zur Finanzierung, regelmäßige Überprüfungen während der Bauphase und die direkte Kontaktherstellung zu Immobilienberatern und weiteren Experten lässt sich ein Haus stressfrei fertigstellen.